Was ist Fischpiraterie?

Als Fischpiraterie wird die illegale Fischerei bezeichnet. Weil niemand genau weiß, wie viel Fisch illegal gefangen wird, kann dies bei der Festlegung der Fangquoten nicht berücksichtigt werden und es kann schneller zur Überfischung kommen.

 

Was ist illegales Fischen?

Illegal ist alles, was nicht gemeldet oder gar nicht erst erlaubt ist. So wird z. B. eine niedrigere Fangquote angegeben, in Schutzgebieten gefischt oder in den Meeren von anderen Staaten gefischt, die weniger Kontrollen durchführen. Schätzungen sagen, dass ca. 20 Mio Tonnen Fisch im Jahr illegal gefischt werden.

 

Wo wird am häufigsten illegal gefischt?

Fischpiraterie gibt es vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern, denn dort funktioniert die Fischereiaufsicht nicht immer und es gibt wenig staatliche Kontrollen. Besonders betroffen sind Westafrika, Indonesien und das Meer zwischen Indonesien und Australien.

 

Welche Arten sind betroffen?

Betroffen sind vor allem jene Arten, die bereits überfischt sind, da die Nachfrage hoch ist, die erlaubte Fangmenge aber niedrig. So ist der Preis und damit der Gewinn hoch. Das betrifft z.B. Thunfisch, Kabeljau und Lachs. Aber auch Hummer und Garnelen sind Opfer der Fischpiraterie.