Wie viele Fische gibt es heute?

Der Mensch hat immer Fische gefangen und sich vor allem in der Nähe der Küsten angesiedelt. Die Folge davon ist, dass die Zahl der Fische und Fischarten umso weniger wurde, je mehr Menschen auf der Erde lebten.

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  • Wie zählt man Fische?

Prozentuale Entwicklung der Fischbestände

in Ostsee, Nordsee und Mittelmeer

Fische
Menschen
Jahr

Es gibt immer weniger Fische

Fast überall auf der Welt nimmt die Menge der Fische in den Meeren ab. Einige Bereiche, wie Teile der Westküste Afrikas oder der Limfjord sind heute schon fast fischfrei. Nicht alle Arten sind gleichermaßen stark betroffen. Doch unser Beispiel zeigt, dass auch Hering, Dorsch und Seezunge, einst sehr häufige Fische in der westlichen Ostsee, mit der Zeit weniger wurden.

Entwicklung der Fisch-Biomasse* in der westlichen Ostsee

*Biomasse der laichfähigen Fische in Tonnen

Jahr 1991

Welche Fischarten sind besonders zurückgegangen?

Die am häufigsten gefangenen Fische sind nicht unbedingt die, die am stärksten bedroht sind. Generell gilt: Je schneller eine Fischart wächst und Eier produziert, desto unbedenklicher ist es, sie zu befischen. Allerdings können auch Fische mit zahlreichen Eiern und früher Geschlechtsreife bei entsprechendem Fischereidruck überfischt werden.

Früher häufige Arten sind heute bedroht.

Langsam wachsende Fische wie Rotbarsch, Dornhai (verkauft als „Schillerlocke") oder viele Thunfischarten (z.B Blauflossenthun), die auch noch spät geschlechtsreif werden, sollte man möglichst nicht essen.

Schellfisch
Melanogrammus aeglefinus

Gefährdet Lebt in Wassertiefen zwischen 80 und 200m im 4-10°C kalten Wasser des Nordostatlantik. Er muss 35cm lang sein, um geschlechtsreif zu sein. Sechlachse können über 1m lang und etwa 20 Jahre alt werden.

Dornhai
Squalus acanthias

Stark gefährdet. Besser bekannt in seiner geräucherten Form als Schillerlocke. Kommt in vielen Meeren der temperaten Zone in 0-1460m vor. Bis 160cm lang, geschlechtsreif mit 81cm. Wird 75 Jahre alt, Preis: € 49/kg.

Blauflossenthune
Thunnus thynnus, Thunnus macchoyii, Thunnus orientalis

Stark gefährdet bis vom Aussterben bedroht. Leben in nördlichen und südlichen temperaten bis polaren offenen Ozeanen, bis 245cm groß, wandern zum Laichen in die Tropen, geschlechtsreif ab 119cm. Obwohl vom Aussterben bedroht, werden diese Arten immer noch gefangen, Preis: bis zu € 6000/kg.