Welche Schutzmaßnahmen gibt es?

Die Fischerei ist weltweit entlang der Küsten geregelt. In einem Streifen von 200 Meilen Breite ist festgelegt, wie viel Fischer von welcher Fischart fangen dürfen. Doch das Meer ist weit und gerade auf dem offenen Ozean gibt es wenig Kontrollen.

 

Wie wird die Fischerei kontrolliert?

Die Weltmeere sind in Fischfanggebiete eingeteilt, die sich wiederum aus Unterbezirken zusammensetzen. Das Fanggebiet muss auf jeder Verpackung angegeben sein und auch der Fischhändler oder Restaurantbesitzer muss dies wissen.

Die Fanggebiete

Satellitengestützte Schiffsüberwachung

Für jedes Fanggebiet werden von der zuständigen nationalen Fischereiaufsicht Satellitendaten gesammelt, die jedes Schiff während des Fanges senden muss. Außerdem muss jedes Schiff in einem elektronischen Logbuch festhalten, wie viel Fisch es anlandet (also vom Schiff auslädt). Diese Daten senden die Behörden an einen Wissenschaftsrat (für den Nordostatlantik ist das die ICES), der auch Daten der wissenschaftlichen Fischzählungen bekommt. Auf Basis dieser Informationen werden dann jährlich die Fangquoten festgelegt. Die Welternährungsorganisation FAO sammelt alle Daten und veröffentlicht sie.

Schutzgebiete und Fangmoratorien

Meeresschutzgebiete können wichtige Rückzugsorte für Fische sein. Seit 1992 haben sich die Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) verpflichtet, Schutzgebiete einzurichten, um natürliche Lebensräume zu erhalten und wildlebende Tier und Pflanzen zu schützen.

 

Was genau ist ein Meeresschutzgebiet?

In Deutschland ist beinahe die Hälfte der Nord- und Ostsee (45%) NATURA 2000 Schutzgebiet. Allerdings bedeutet dies nicht, dass in diesen Gebieten ein generelles Fangverbot besteht. Vorgeschlagene Schutzmaßnahmen sind z.B. ein Verbot der Grundschleppnetze auf Riffen und Sandbänken oder von Stellnetzen in Mausergebieten von Seevögeln. Bislang sind allerdings wenige Schutzmaßnahmen auch konkret umgesetzt. Einfacher lässt sich der positive Effekt von „No-Take-Areas" ermitteln, also Meeresschutzgebieten, wo jegliche Fischerei verboten ist. Hier findet man nach kurzer Zeit deutlich mehr und deutlich größere Fische. Aus diesen Gebieten werden Fischlarven und Jungfische in andere Gebiete exportiert.

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In No-Take-Areas darf gar kein Fisch gefangen werden





Deshalb können die Fische dort ungestört ihre Eier legen und Jungfische wachsen auf. Nach und nach werden die Fische dort wieder mehr. Je mehr Fische aber vorhanden sind, desto mehr wandern auch aus dem Schutzgebiet in benachbarte Gebiete aus und können dann wieder gefischt werden.